31 Dezember 2025
COSH! 2025 Press overview
- Presse
Wie COSH! mit Transparenz, Vielfalt und sozialem Engagement zu faireren Entscheidungen beiträgt.
Textilien beeinflussen nicht nur die Umwelt, sie haben auch auf sozialer Ebene Auswirkungen. Hinter jedem Kleidungsstück stehen Menschen, Arbeitsbedingungen und globale Lieferketten. Genau deshalb spielt soziale Verantwortung bei COSH! eine wichtige Rolle und prägt viele unserer Entscheidungen.
Weltweit wird immer deutlicher, wie eng ökologische und soziale Herausforderungen verknüpft sind: Steigende Temperaturen, politische Instabilität und zunehmende soziale Ungleichheit. Viele Organisationen fordern deshalb verbindliche soziale Standards, bessere Auditstrukturen und existenzsichernde Löhne als Mindestanforderung.
Soziale Verantwortung beginnt bei uns selbst. Bei COSH! arbeiten Menschen zusammen, die unterschiedliche Generationen repräsentieren. Unser Team umfasst Kolleg:innen, die zwischen 1984 und 2002 geboren wurden und verschiedene Geschlechtsidentitäten vertreten. Da wir aus Ländern wie Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Italien kommen, bringt jede Person eigene sprachliche und kulturelle Hintergründe mit. Wir haben außerdem internationalen Praktikant:innen aus Indonesien, Iran, Peru und Serbien, Arbeits- und Lernmöglichkeiten geboten. Die Kombination aus Erfahrungen und Perspektiven hilft uns, soziale Fragen differenziert zu betrachten und verantwortungsbewusst einzuordnen.
Das Jahr 2025 war geprägt von Begegnungen, Aufklärungsarbeit, lokalen Initiativen und dem Einsatz dafür, verantwortungsvollere Praktiken in der Textilbranche sichtbarer zu machen. Auch in diesem Jahr haben wir dazu beigetragen, Informationen und Transparenz zu kritischen Modethemen zu stärken.
Informationen über die Lage marginalisierter Gruppen in globalen Lieferketten, über ungleiche Strukturen, fehlende existenzsichernde Löhne und andere soziale Probleme wurden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zahlreiche lokale Unternehmer:innen erhielten Unterstützung dabei, einen positiven sozialen Beitrag zu leisten.
Gleichzeitig konnten Menschen über COSH! zu faireren Kaufentscheidungen finden, sei es durch transparente Informationen, durch Alternativen wie Secondhand, Tauschen, Mieten, Upcycling oder durch komplett konsumfreie Wege wie die Digital Wardrobe. Orientierung wird geboten, wie verantwortungsvollere Arbeitsbedingungen aussehen können.
Darüber hinaus haben wir erklärt, wie kulturelle Ausdrucksformen respektvoll genutzt werden können, warum bestimmte Machtstrukturen in globalen Lieferketten bestehen und wie schnell Arbeiter:innen weltweit von wirtschaftlichen Entscheidungen betroffen sind.
Der Social Impact von COSH! besteht nicht aus einem einzelnen Projekt, sondern aus vielen kleinen und größeren Schritten, die gemeinsam Wirkung entfalten.
Das Jahr 2025 war geprägt von Begegnungen, Bildungsarbeit, lokalen Initiativen und Bemühungen, verantwortungsbewusstere Praktiken in der Textilindustrie sichtbarer zu machen. Auch in diesem Jahr trug COSH! wieder dazu bei, die Information und Transparenz zu kritischen Modethemen zu stärken. Informationen über die Situation marginalisierter Gruppen in globalen Lieferketten, ungleiche Strukturen, das Fehlen existenzsichernder Löhne und andere soziale Themen wurden einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zahlreiche lokale Unternehmen wurden dabei unterstützt, positive soziale Auswirkungen zu erzielen.
Gleichzeitig konnten Nutzer:innen von COSH! fairere Kaufentscheidungen treffen, sei es durch transparente Informationen, durch Alternativen wie Secondhand, Tausch, Miete, Upcycling oder durch vollständig konsumfreie Optionen wie die Digital Wardrobe App.
Darüber hinaus wurde die respektvolle Verwendung kultureller Ausdrucksformen hervorgehoben, zusammen mit Erläuterungen dazu, warum bestimmte Machtstrukturen in globalen Lieferketten fortbestehen und wie schnell Arbeitnehmer:innen weltweit von wirtschaftlichen Entscheidungen betroffen sein können. Unser sozialer Einfluss besteht nicht aus einem einzigen Projekt, sondern aus vielen kleinen und größeren Schritten, die zusammen eine Wirkung erzielen.
Auch in diesem Jahr haben wir mit Menschen zusammengearbeitet, die gesellschaftlichen Wandel ins Rollen bringen. Dazu gehören vor allem Frauen-geführte Unternehmen, Unternehmer:innen mit Migrationsgeschichte sowie Marken, die inklusiv arbeiten – ob gender-divers, kulturell vielfältig oder sozial engagiert. Der Einsatz für eine geschlechterdiverse Gesellschaft bleibt weiterhin ein Schwerpunkt.
Initiativen wie Hul le Kes in Arnhem bieten Menschen mit psychischen Herausforderungen die Möglichkeit, durch therapeutische Näharbeit Struktur und mehr Ruhe zu finden. Begane Grond in Arnhem bietet Designer:innen und Kreativschaffenden in ihrem Werkstattraum im Kaufhaus einen Ort zum Wachsen und Begegnen und ermöglicht es ihnen, ihre Ideen und Fähigkeiten zum Leben zu fördern.
Made Out Of erzielt soziale Wirkung durch die Zusammenarbeit mit mehreren lokalen Werkstätten in den Niederlanden, darunter eine soziale Werkstatt in Breda sowie eine selbst aufgebaute Siebdruck- und Stickereiwerkstatt.
In Antwerpen bei REantwerp und in Arnhem bei Fraenck wird soziale Teilhabe geschaffen, indem Geflüchteten Zugang zu neuen beruflichen Möglichkeiten geboten und langfristige Perspektiven entwickelt werden. Remake Society bildet niederländische Bürger:innen und Mütter im Sozialleistungsbezug im Textilhandwerk aus.
JIWYA und Indikon in Indien fördern sichere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und die Wertschätzung traditioneller Handwerkskunst. Ähnlich bringt Charkha & Loom aus Amsterdam indisches Erbe und Handwerkskunst mit verschiedenen handgefertigten Textilprodukten in die moderne Welt.
Im kolumbianisch-niederländischen Tezoro Atelier sind Handwerkskunst, kulturelles Erbe und die Zusammenarbeit mit indigenen Hersteller:innen aus Kolumbien zentrale Werte. Und bei Guave in Amsterdam findest du Kleidung aus javanischen Batikstoffen, die auf faire und traditionelle Weise von kleinen unabhängigen Batikbetrieben in Indonesien hergestellt werden.
Solche Ansätze können zur sozialen Inklusion beitragen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen.
Wir sprechen kontinuierlich über Menschenrechte in der Modeindustrie, zeigen Zusammenhänge zwischen Ausbeutung und globalen Lieferketten und schaffen durch solche Inhalte mehr Transparenz für Konsument:innen und Marken. Dabei beziehen wir auch Themen ein, die häufig im Hintergrund bleiben, etwa die Rolle von Secondhand-Systemen für die Arbeitsmarktintegration oder die Herausforderungen, denen Selbstständige in unserem Netzwerk täglich begegnen.
In diesem Jahr ist in der COSH!-Community und darüber hinaus viel entstanden, das sozialen Mehrwert geschaffen hat, und wir waren an verschiedenen Stellen unterstützend dabei. Wir haben Initiativen begleitet, die gemeinschaftliches Engagement stärken, den fairen Handel sichtbarer machen, soziale Teilhabe fördern und Menschen in herausfordernden Lebenslagen einbeziehen. Zudem war COSH! an Projekten beteiligt, die kulturelle Perspektiven auf Konflikte öffnen und globale Ungleichheiten im Abfallhandel thematisieren, darunter das Projekt Waste Colonialism in West-Vlaanderen, das kommunikativ unterstützt wurde.
Im Rahmen der EU Green Week durften wir Wissen teilen, das Bürger:innen und Unternehmen bei verantwortungsbewussteren Entscheidungen hilft. Ein weiteres Highlight war der IMEC Impact Award, der unser Engagement würdigte, bei allem stets Mehrwert an erster Stelle zu setzen. Diese Anerkennung trägt dazu bei, Themen rund um verantwortungsvolleren Konsum sichtbarer zu machen.
Die vielfältigen Begegnungen und Kooperationen dieses Jahres haben gesellschaftliche Themen vorangebracht und deutlich gemacht, wie viel positive Bewegung in unserem Umfeld steckt. Auch künftig möchten wir diese Entwicklungen stärken: Informationen sollen für alle zugänglich bleiben – mehrsprachig, kostenfrei und mit Möglichkeiten, die ohne Neukauf auskommen. Gleichzeitig werden wir weiterhin Missstände sichtbar machen, globale Ungleichheiten erklären und zeigen, wo faire Arbeitsbedingungen und gerechtere Lieferketten möglich sind.
COSH! möchte weiterhin lokale und soziale Unternehmer:innen begleiten, Initiativen unterstützen, benachteiligte Gruppen einbeziehen, und Vielfalt in Teams und Netzwerken weiter fördern.
Indem wir verantwortungsbewusste Marken und Projekte sichtbar halten, erhalten faire Arbeitsweisen mehr Aufmerksamkeit und Handlungsspielräume. So können auch im kommenden Jahr viele Schritte dazu beitragen, verantwortungsvollere Entscheidungen zu erleichtern und positive Veränderungen in der Modebranche voranzubringen.
Menschenrechte in der Modebranche sind nach wie vor ein Thema, das kontinuierlich Aufmerksamkeit erfordert. Zusammenhänge zwischen Ausbeutung und globalen Lieferketten werden erläutert, um mehr Transparenz für Verbraucher:innen und Marken zu schaffen. Wir behandeln auch Themen, die oft im Hintergrund bleiben, wie beispielsweise die Rolle von Secondhand-Systemen bei der Integration in den Arbeitsmarkt oder die Herausforderungen, denen Selbstständige in unserem Netzwerk täglich gegenüberstehen.
In diesem Jahr hat sich innerhalb der COSH!-Gemeinschaft und darüber hinaus viel getan, was einen sozialen Mehrwert geschaffen hat, wobei COSH! in mehreren Bereichen eine unterstützende Rolle gespielt hat. Wir haben Initiativen begleitet, die das Engagement der Gemeinschaft stärken, den fairen Handel sichtbarer machen, die soziale Teilhabe fördern und Menschen in schwierigen Lebenssituationen einbeziehen. COSH! hat auch zu Projekten beigetragen, die kulturelle Perspektiven auf Konflikte eröffnen und globale Ungleichheiten im Abfallhandel thematisieren, darunter das Projekt „Waste Colonialism” in Westflandern.
Im Rahmen der Grünen Woche der EU konnten wir Wissen weitergeben, das Bürger:innen und Unternehmen dabei hilft, verantwortungsbewusstere Entscheidungen zu treffen. Ein weiterer Höhepunkt war der IMEC Impact Award, mit dem unser Engagement für die Priorisierung von Wirkung gewürdigt wurde. Diese Ermutigung und Aufmerksamkeit hilft uns dabei, Themen rund um verantwortungsbewussten Konsum sichtbarer zu machen.
Die vielen Begegnungen und Kooperationen in diesem Jahr haben soziale Themen vorangebracht und deutlich gemacht, wie viel positive Bewegung in unserem Umfeld herrscht. Diese Entwicklungen wollen wir in Zukunft verstärken: Informationen sollen für alle zugänglich bleiben – mehrsprachig, kostenlos und mit Optionen, die keine Neuanschaffungen erfordern. Gleichzeitig werden wir weiterhin Missstände aufzeigen, globale Ungleichheiten erklären und aufzeigen, wo faire Arbeitsbedingungen und gerechtere Lieferketten möglich sind.
Zu den weiteren Prioritäten für die Zukunft gehören die Unterstützung lokaler und sozialer Unternehmer:innen, die Förderung von Initiativen, die benachteiligte Gruppen einbeziehen, sowie die Förderung der Vielfalt innerhalb von Teams und Netzwerken. Indem verantwortungsbewusste Marken und Projekte sichtbar bleiben, erhalten faire Arbeitspraktiken mehr Aufmerksamkeit und Handlungsspielraum. Diese anhaltende Sichtbarkeit kann dazu beitragen, dass im kommenden Jahr viele verschiedene Schritte zu einfacheren, verantwortungsbewussteren Entscheidungen und weiteren positiven Veränderungen in der Modebranche beitragen.