23 April 2026
Warum die Fashion Revolution Week 2026 ein Weckruf ist, den wir nicht ignorieren dürfen
- Greenwashing
- Wiederverwertung
COSH! schließt sich einem wegweisenden niederländischen Konsortium an, um den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft in der Textilbranche voranzutreiben. COSH! ebnet damit den Weg, als Technologieanbieter für universitäre und europäische Forschungsprogramme auf dem gesamten Kontinent tätig zu werden.
60 % der Niederländer:innen geben an, dass ihnen nachhaltige Mode wichtig ist. Dennoch gaben niederländische Verbraucher:innen allein im Jahr 2022 17 Milliarden Euro für Bekleidung aus, und die Schränke sind voll mit Kleidungsstücken, die nie getragen wurden. Genau diese Kluft zwischen Absicht und Verhalten soll R³CIRCLE schließen.
“R³CIRCLE, Refuse, Reuse, Rethink” steht für vielschichtige Strategien zur Einbindung der Verbraucher:innen im Hinblick auf eine Kreislaufwirtschaft im Textilbereich. Es handelt sich um ein sechsjähriges Forschungsprogramm mit einem Volumen von 2.266.659 Euro, das von der NWO (Niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung) finanziert wird. Es vereint zehn Universitäten und Fachhochschulen, über 30 gesellschaftliche Partner aus den Bereichen Einzelhandel, Sport, Finanzen und Regierung sowie eine Technologie, die sich durch jedes einzelne Arbeitspaket zieht: die COSH! Digital Wardrobe.
Das Projekt zielt auf drei Konsumverhaltensweisen mit dem größten Umweltpotenzial im niederländischen Textilsektor ab, die anhand der zirkulären R‑Leiter strukturiert sind:
Jedes Verhaltensmuster erhält ein eigenes Living Lab: eine reale Testumgebung, in der Maßnahmen gemeinsam mit Verbraucher:innen, Einzelhändler:innen, Kommunen und Sportvereinen entwickelt und anschließend gründlich getestet, bewertet und skaliert werden.
Die Verhaltensforschung hat ein Messproblem. Die meisten Interventionsstudien stützen sich auf Fragebögen, in denen die Befragten angeben, was sie vorhaben, nicht, was sie tatsächlich tun. R³CIRCLE ändert das.
Die COSH! Die Digital Wardrobe App wird im Projektvorschlag ausdrücklich als Instrument der Experience-Sampling-Methode (ESM) genannt: eine Technik aus der kognitiven Psychologie, mit der Verhalten in Echtzeit im Alltag erfasst wird. Anstatt die Teilnehmer:innen zu fragen: „Haben Sie letzte Woche etwas Neues getragen?“, ermöglicht die COSH!-Technologie den Forscher:innen, die tatsächliche Nutzung der Garderobe, den Kauf von Kleidung und die emotionale Bindung an Kleidungsstücke im Laufe der Zeit zu erfassen.
Dadurch unterscheidet sich die Rolle von COSH! grundlegend von der eines Kommunikationspartners. Die „Digital Wardrobe App“ ist eine Forschungsinfrastruktur: eine validierte, sichere Umgebung zur Datenerfassung, die in allen drei Living Labs, bei der Methodenentwicklung im Arbeitspaket 1 und bei den Verbreitungsmaßnahmen im Arbeitspaket 6 zum Einsatz kommt. Sie ermöglicht es dem Konsortium, das Verbraucherverhalten in Echtzeit und in großem Maßstab direkt mit den Auswirkungen auf die Umwelt zu verknüpfen.
R³CIRCLE ist ein Projekt, das die gesamte Gesellschaft einbezieht. Das akademische Konsortium umfasst zehn Einrichtungen, darunter die Universität Amsterdam, die Wageningen University & Research, die Universität Twente sowie sieben Fachhochschulen. Zu den Partnern aus der Wirtschaft zählen unter anderem die Rabobank, das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Nike, der KNVB, Bol.com, Milieu Centraal und Zeeman.
COSH! ist in diesem Ökosystem als gesellschaftlicher Mitantragsteller vertreten, genau wie Circle Economy und True Price. Das bedeutet, dass die Technologie und das Fachwissen der Plattform integraler Bestandteil der wissenschaftlichen Konzeption des Projekts sind und nicht nur dessen Kommunikation betreffen.
R³CIRCLE ist ein Pilotprojekt in großem Maßstab. Nicht nur im Hinblick auf zirkuläre Modeprozesse, sondern auch für COSH! als Anbieter von Technologien auf Forschungsniveau.
In ganz Europa stehen Universitäten, Wissensinstitute und Forschungskonsortien, die sich mit nachhaltigem Konsum, Kreislaufwirtschaft, digitalen Produktpässen (DPPs) und Verhaltenswissenschaften befassen, vor derselben Herausforderung: Sie benötigen validierte digitale Tools, um das tatsächliche Verbraucher:innenverhalten bei Mode- und Textilprodukten zu erfassen. Die meisten dieser Tools gibt es noch nicht. Die Digital Wardrobe App von COSH!, die im April 2026 über 22 Tonnen Textilien und 60.000 Artikel von über 6.000 Marken erfasst, ist eine der wenigen Plattformen weltweit, die sowohl über die Produktdateninfrastruktur als auch über die verbraucherorientierte Schnittstelle verfügt, um dies zu leisten.
Dies eröffnet COSH! eine klare Chance, sich als Anbieter von Technologie- und Datendienstleistungen in folgenden Bereichen zu etablieren:
COSH! hat sich bereits einen Namen gemacht: R³CIRCLE reiht sich in frühere EU-Kooperationen wie Reflow, EU DigiCirc BioEconomy und Social Tides ein. Niki De Schryver, CEO von COSH!, bringt 22 Jahre Erfahrung in der Modebranche sowie Fachwissen in den Bereichen ESPR, der DPP-Gesetzgebung und dem systemischen Wandel ins Konsortium ein. Das ist eine Kombination, die in europäischen Forschungskonsortien immer seltener wird, aber zunehmend gefragt ist.
Die Bekleidungsindustrie wird sich nicht allein durch gute Absichten verändern. Sie wird sich verändern, wenn Forscher:innen, Einzelhändler:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Verbraucher:innen gemeinsam an Maßnahmen arbeiten, die konzipiert, evidenzbasiert und skalierbar sind.
R³CIRCLE ist ein solches Projekt. Und die Beteiligung von COSH! daran ist kein Nebenprojekt. Es ist ein strategisches Signal dafür, wohin sich nachhaltige Modetechnologie entwickelt: in die Labore, in die Gesetzgebung und in den Alltag der Verbraucher:innen in ganz Europa.
Gehörst du zu einer Universität, einem Forschungsinstitut oder einem europäischen Projektkonsortium, das nach bewährter Technologie zur Erfassung des Modeverhaltens sucht? Kontaktiere uns, um zu erfahren, wie die COSH! Digital Wardrobe App dein Forschungsdesign unterstützen kann.
R³CIRCLE ist ein auf sechs Jahre angelegtes, mit 2.266.659 Euro dotiertes niederländisches Forschungsprogramm, das vom NWO finanziert wird und untersucht, wie Verhaltensinterventionen zirkulären Textilkonsum fördern können. Es konzentriert sich auf drei besonders wirkungsvolle Konsumverhaltensweisen: den Verzicht auf Fast Fashion, ein Umdenken in Bezug auf Sportbekleidung und die Wiederverwendung von Kleidungsstücken. All dies wird in gemeinsam konzipierten Living Labs in den gesamten Niederlanden untersucht.
COSH! ist gesellschaftlicher Mitantragsteller, der Mittel bereitstellt und erhält, um seine „Digital Wardrobe“-Technologie als primäres Instrument zur Erfahrungserfassung und Beobachtung des Verbraucher:innenverhaltens in allen drei Living Labs einzusetzen. Die Plattform ermöglicht eine kontextbezogene Echtzeit-Erfassung der Nutzung und des Erwerbs von Kleidung. COSH! stellt dem Forschungskonsortium somit Verhaltensdaten zur Verfügung, die weit über die von selbstausgefüllten Fragebögen hinausgehen. Die Projektteilnehmer:innen können entscheiden, ob ihre Daten an die Forscher weitergegeben werden sollen. Nicht alle Daten werden automatisch weitergegeben.
Ja. Die COSH! Digital Wardrobe App ist im April 2026 bereits eine etablierte, verbraucherorientierte Plattform. Sie entstand ursprünglich aus einer Zusammenarbeit zwischen The Acquired und COSH! und wurde in Belgien im Zeitraum 2024 – 2025 durch VLAIO Circulair Supply Chains sowie im Zeitraum 2025 – 2026 durch Flanders Circular gefördert, noch bevor die NWO-KIC-Förderung gewährt wurde. Im Mai 2026 erfasst sie bereits über 60.000 Produkte von 6.000 Marken in 500 Gemeinden. Sie positioniert sich aktiv als Technologieanbieter für EU-Horizon-Europe-Projekte, universitäre Forschungsgruppen und nationale Forschungsräte, die an nachhaltigerer Mode, dem Übergang zur Kreislaufwirtschaft und der Umsetzung des Digital Product Passport (DPP) arbeiten.
Die EU-Verordnung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (ESPR) und die bevorstehende Einführung verbindlicher digitaler Produktpässe (DPPs) für Textilien werden Marken und Einzelhändler:innen dazu verpflichten, umfassende Daten zur Nachhaltigkeit ihrer Produkte offenzulegen. Studien wie R³CIRCLE tragen dazu bei, herauszufinden, wie Verbraucher:innen auf diese Transparenz reagieren, welche Arten von Informationen das Verhalten beeinflussen und welche nicht, und wie Offenlegungsinstrumente gestaltet werden können, die tatsächlich einen kreislauforientierten Konsum fördern.
Dem Konsortium gehören zehn akademische Einrichtungen (unter der Leitung der Universität Amsterdam und der Fachhochschule Rotterdam) sowie über 30 Partner aus der Wirtschaft an, darunter COSH!, Circle Economy, True Price, Rabobank, das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Nike, KNVB, NOC*NSF, Bol.com, Milieu Centraal, Mumster und Fibershed NL.
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