18 Mai 2026
Mode “Made in Germany”
- Produktion
In einer Welt, in der Modetrends sich schnell ändern und Massenproduktion oft traditionelles Handwerk überschattet, ist es nicht nur eine Wahl, die Arbeit afrikanischer Kunsthandwerker:innen hervorzuheben, sondern eine Notwendigkeit. Dieser Blog konzentriert sich auf Designer:innen, die mit afrikanischen Kunsthandwerker:innen zusammenarbeiten und beleuchtet deren unschätzbare Beiträge zur Modeindustrie und den Erhalt des kulturellen Erbes. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass Kunsthandwerker:innen die richtige Anerkennung und Entlohnung erhalten und fördert so ein ethischeres und nachhaltigeres Modesystem.
Die Mode hat eine lange Geschichte darin, sich von kulturellem Erbe inspirieren zu lassen, oft ohne die ursprünglich Schöpfenden anzuerkennen oder zu entlohnen. Fast-Fashion-Marken sind berüchtigt dafür, kunsthandwerkliche Techniken und Designs zu übernehmen, ohne die Gruppen, die diese Fähigkeiten entwickelt haben, zu würdigen oder zu unterstützen. Diese Ausbeutung perpetuiert wirtschaftliche Ungleichgewichte und untergräbt die reichen kulturellen Vermächtnisse, die in diesen Traditionen verankert sind.
Designer:innen hervorzuheben, die mit afrikanischen Kunsthandwerker:innen arbeiten, ist nicht nur aus ethischen Gründen wichtig, sondern auch, um eine tiefere Wertschätzung für das filigrane Handwerk und die kulturellen Erzählungen hinter jedem Stück zu fördern. Diese Kooperationen bieten Kunsthandwerker:innen eine Plattform, um ihr Erbe und ihre Kunstfertigkeit einem globalen Publikum zu präsentieren, was ihnen sowohl wirtschaftlich als auch kreativ mehr Einfluss verleiht. Indem wir diese Geschichten in den Vordergrund rücken, ermutigen wir Konsument:innen, fundiertere und verantwortungsvollere Entscheidungen zu treffen und so zu einer Modeindustrie beizutragen, die Qualität, Nachhaltigkeit und kulturelle Integrität schätzt.
Kibibi entstand aus An’s Reisen nach Kenia und Malawi, wo sie talentierte Schmuckmacher:innen traf, die jedoch keine Plattform hatten. Sie war von deren wunderschönen Kreationen begeistert und beschloss, ihre Arbeiten nach Belgien zu bringen. Kibibis Schmuck ist fair gehandelt, handgefertigt von ugandischen Kunsthandwerkern und besteht aus recycelten oder natürlichen Materialien, was Verantwortung und Einzigartigkeit gewährleistet.
An kauft den Schmuck direkt von den Herstellern zu fairen Preisen, was ethische Arbeitsbedingungen garantiert. Dieses direkte Handelsmodell ermöglicht es ihr, sicherzustellen, dass jedes Stück die Kunsthandwerker:innen und ihre Gemeinden unterstützt. Darüber hinaus umfasst die ‘hANdremade Kollektion’ Schmuck, den sie aus losen Perlen und recycelten Materialien repariert oder selbst anfertigt.
Ihre Kollektionen sind online erhältlich, wo Kund:innen das vielfältige und sich ständig verändernde Sortiment an Materialien und Designs entdecken können.
Afriek, gegründet 2013, hat das Ziel, eine faire Partnerschaft in ihrer Gemeinde aufzubauen, indem sie Schneider:innen in Ruanda bessere Einkommen bieten. Die Kleidung wird in der Werkstatt in Kigali gefertigt, wo sie für ethische und faire Arbeitsbedingungen sorgen. Dieser enge Ansatz ermöglicht es ihnen, hohe Standards zu halten und eine persönliche Verbindung zu ihren Kunsthandwerker:innen zu pflegen.
Sie verwenden Bio-Baumwolle und arbeiten mit sozialen Organisationen in Tansania für ihre Materialien. Ihr Engagement für Nachhaltigkeit erstreckt sich auf jeden Teil ihrer Produktion, von der Verwendung von wasserbasierten Farben für den Druck bis hin zur Wahl von plastikfreien Verpackungen. Sie planen auch, alte Afriek-Kleidungsstücke in einem Kreislauf-System zu recyceln.
Die Kleidung von Afriek ist in der LENA Fashion Library und auf ihren Online-Plattformen erhältlich.
Binti, gegründet von Adhi Lauwers, ist ein einzigartiger Multi-Brand-Pop-up-Store in Antwerpen, der eine vielfältige und verantwortungsvolle Auswahl an Marken aus Afrika und darüber hinaus kuratiert. Der Name Binti, was auf Swahili „Töchter“ bedeutet, spiegelt ihr Engagement wider, Frauen durch Mode zu feiern und zu stärken.
Binti bietet eine lebendige Auswahl an Produkten, darunter farbenfrohe Taschen, Schuhe, Schmuck und Wohnaccessoires. Jede von ihnen vorgestellte Marke wird aufgrund ihres Engagements für Nachhaltigkeit und ethische Praktiken ausgewählt, um den Kund:innen qualitativ hochwertige, kulturell wertvolle Gegenstände zu bieten.
Kund:innen können den Pop-Up-Store in Antwerpen besuchen oder ihre Kollektion online erkunden. Sie zielen darauf ab, ein immersives Erlebnis zu bieten, das die Kultur und Authentizität der präsentierten Marken hervorhebt.
Im Herzen von Brüssel, in der Rue Saint-Christophe, befindet sich Erratum: Das High-End-Label ist bekannt für seine markanten Silhouetten und reichhaltigen afrikanischen Textilmuster, die in überraschende, geschlechtergrenzen-überschreitende Designs einfließen. Jedes Erratum-Kleidungsstück erzählt eine Geschichte, von kulturellem Ausdruck bis hin zu gesellschaftlicher Positionierung, und lädt zum Dialog ein.
Die Kollektionen werden lokal in Brüssel entworfen und gefertigt, mit besonderem Augenmerk auf Detailgenauigkeit, Qualität und soziales Bewusstsein. Gründerin und Designerin Siré Kaba verbindet Einflüsse aus ihren afrikanischen Wurzeln mit ihrer zeitgenössischen Vision von Mode und Identität. Das Ergebnis ist eine Garderobe, die sowohl Stärke als auch Verletzlichkeit verkörpert, für Menschen, die ihre Überzeugungen durch Mode zum Ausdruck bringen möchten.
Erratum richtet sich an all jene, die bewusst bedeutungsvolle Kleidung wählen, die es wagt, Konventionen zu brechen. Das Geschäft ist zugleich Showroom und Atelier, in dem persönlicher Kontakt, Unikate und künstlerischer Ausdruck im Mittelpunkt stehen. Ob ein auffälliger Mantel, skulpturale Hosen oder ein handgefertigtes Accessoire, jedes Stück ist ein Statement für Stil und Substanz.
Das nigerianische Label Udiri vereint meisterhafte Handwerkskunst, sozialen Impact und einen nachhaltigeren Ansatz in jedem einzelnen Stück. Die Marke arbeitet eng mit talentierten Handwerkerinnen zusammen, insbesondere mit Frauen aus vertriebenen Gemeinschaften. Durch die Partnerschaft mit der Nationalen Kommission für Geflüchtete, Migrant:innen und Binnenvertriebene (NCFRMI) beweist Udiri ein tiefes Engagement für soziale Verantwortung. Jedes Produkt erzählt eine Geschichte von Resilienz und Empowerment.
Mit kreativen Upcycling-Techniken und lokal beschafften Materialien wie Altpapier fertigt Udiri eine Kollektion einzigartiger Schmuckstücke, Taschen und Kunstwerke. Kraftvoll, inspirierend und bedeutungsvoll.
Entdecke die Welt von Udiri und lasse dich von der Stärke und Hoffnung berühren, die in diese handgefertigten Kreationen eingewoben sind!
Designer:innen, die mit afrikanischen Kunsthandwerker:innen arbeiten, zu unterstützen, ist entscheidend, um ethische Mode zu fördern und das kulturelle Erbe zu bewahren.
Marken wie SankoShi, Kibibi, Afriek und Binti zeigen, wie nachhaltigere und faire Partnerschaften gedeihen können, indem sie den Kund:innen einzigartige, hochwertige Produkte bieten und gleichzeitig sicherstellen, dass Kunsthandwerker:innen gerecht entlohnt und anerkannt werden. Indem wir diese Marken unterstützen, tragen wir zu einer ausgewogeneren und respektvolleren Modeindustrie bei, die die wertvollen Traditionen und Fähigkeiten afrikanischer Kunsthandwerker:innen ehrt. Wenn du mehr über dieses Thema außerhalb des afrikanischen Kontextes erfahren möchtest, lies unseren Blog über kulturelles Erbe.