Produktionsorte
- Design & Prototypen: Berlin-Mitte, Deutschland
- Konfektion: Berlin-Weißensee und bei Cottbus, Deutschland
Arbeitsbedingungen & Löhne
Die Marke gibt an, dass alle Komponenten entlang der gesamten Lieferkette jährlich auf hohe soziale und ökologische Standards unabhängig auditiert werden. Für die Bio-Baumwolle besteht laut Website zusätzlich ein Fair-for-Life-Abkommen, das den Produzent:innen mehr Planbarkeit und soziale Absicherung bieten soll.
Die Endfertigung findet in kleinen Werkstätten in und um Berlin statt. Auf der Website kommuniziert die Marke, dass ausschließlich unter fairen und transparenten Bedingungen produziert wird.
Die Marke nennt ihre Partnerwerkstätten beim Namen und es besteht eine enge, persönliche Beziehung zu den Produzent:innen.
Materialien
- Bio-Baumwolle, laut Marke aus gentechnikfreiem, chemisch unbehandeltem Saatgut, ohne chemische Pestizide angebaut und ohne chemische Entlaubungsmittel von Hand gepflückt. Zertifizierungen: IVN Best, Fair for Life
- Bio-Wolle (Merino), von einer Kooperative in Uruguay mit kontrolliert biologischer Tierhaltung. Die Wolle wird laut Marke in Österreich nur mit Bergquellwasser und Hitze zu Walkstoff verarbeitet, ganz ohne Chemikalien oder Weichmacher.
- Gummiband: 50 % Bio-Baumwolle, 50 % Naturkautschuk. Der Kautschuk stammt laut Marke aus fairem Handel in Malaysia und ist lebensmittelecht getestet. Die Produktion läuft in einem österreichischen Familienbetrieb mit eigenem Wasserkraftwerk.
- Nähgarn: Bio-Baumwolle, laut Marke potenziell biologisch abbaubar.
- Knöpfe: 100 % Perlmutt, Horn oder Steinnuss
- Verschlüsse: Metall
- Pflegeetikett: Bio-Baumwolle
Verpackung
- Nach eigenen Angaben setzt die Marke beim Versand ausschließlich auf recyceltes Papier sowie wiederverwendete Kartons. Die Verpackung kommt somit vollständig ohne Plastik aus.
Wasserverbrauch & Chemikalien
Die Marke gibt an, im Baumwollanbau auf chemische Pestizide und Entlaubungsmittel zu verzichten. Das schützt laut Website die Böden, das Wasser und die Gesundheit der Arbeiter:innen. Die Wolle wird nach Angaben der Marke ausschließlich mit Quellwasser und Hitze behandelt.
Für den zero-waste-Hosenanzug nennt die Marke konkrete Zahlen: Der Süßwasserverbrauch soll im Vergleich zur konventionellen Produktion um mehr als 97 % sinken, die CO₂-Emissionen um über 60 % und die Landnutzung um über 87 %. Diese Werte wurden laut Marke 2021 unabhängig von Made2Flow berechnet. Sie beziehen sich auf dieses eine Produkt und nicht auf die gesamte Kollektion.
Dadurch, dass keine synthetischen Fasern verwendet werden, besteht kein Risiko eines Mikroplastik-Abriebs.
Zirkuläres Produktdesign
Das Herzstück der Marke ist das zero-waste-Schnittdesign: Die Schnittteile greifen wie ein Puzzle ineinander, sodass laut Marke weniger als 1 % Verschnitt entsteht. Zum Vergleich: In der konventionellen Produktion gehen rund 20 % des Stoffes beim Zuschnitt verloren. Die Reststücke werden pro Design dokumentiert und in kleinen Beuteln sichtbar gemacht. Abfallvermeidung ist bei Natascha von Hirschhausen eine bewusste Designentscheidung.
Die meisten Produkte bestehen aus Monomaterialien und aus ausschließlich natürlichen Fasern (inkl. Pflegeetikett). Das erleichtert das spätere Recycling. Das Nähgarn ist laut Marke potenziell biologisch abbaubar.
Zirkuläres Businessmodell
Die Marke produziert Made to order und in kleinen Auflagen. So entsteht keine Überproduktion und kein unverkaufter Lagerbestand. Für Anproben und Fragen können Kund:innen das Studio direkt kontaktieren.
Natascha von Hirschhausen wurde 2017 mit dem renommierten Bundespreis Ecodesign in der Kategorie Produkt ausgezeichnet.
Die Marke bietet einen Reperaturservice an.
Distanz & Komplexität der Lieferkette
- Rohstoffe: Uganda, Kirgisistan (Baumwolle), Uruguay (Wolle), Malaysia (Naturkautschuk), Indonesien (Perlmutt)
- Verarbeitung: Türkei (Spinnen), Tschechien (Weben), Deutschland (Ausrüstung, Druck), Österreich (Wolle, Gummiband)
- Endfertigung: Berlin und Umgebung, Deutschland
- Hauptsitz: Berlin, Deutschland
Transport
- Die Marke versendet mit DHL GoGreen.
- Die Rohstoffe legen teils weite Strecken zurück, doch ab dem fertigen Stoff bleibt alles lokal: Design, Zuschnitt und Konfektion finden in und um Berlin statt. Das hält die letzten Transportwege kurz und die Lieferkette überschaubar.
- Bio-Wolle (Merino): aus Uruguay, von einer Kooperative mit kontrolliert biologischer Tierhaltung. Laut Marke leben die Schafe in kleinen Herden, können frei laufen, bekommen rein biologisches Futter und werden schonend geschoren.
- Perlmutt- und Hornknöpfe: aus Indonesien
Produktdesign
Natascha von Hirschhausen entwirft zeitlose, vielseitige Stücke, die bewusst nicht an Saisons oder Trends gebunden sind. Der Körper ist laut Designerin Ausgangspunkt und Maß jedes Schnitts. Die Marke gibt an, gängige Konventionen rund um Größen und Gender zu hinterfragen. Fokus liegt auf Passform, Qualität und Langlebigkeit, denn ein Kleidungsstück wird erst dann wirklich lange genutzt, wenn es oft und gerne getragen wird.
Made-on-demand-Anfertigungen sind laut Website auf Anfrage möglich.
Slow-Fashion-Prozesse
Die Marke widersetzt sich laut eigener Aussage bewusst dem Tempo der Modeindustrie: keine Saisonkollektionen, kein Trenddruck, keine Überproduktion. Produziert wird Made to order und in limitierten Kleinserien. Zusätzlich teilt das Team sein Wissen in Workshops zur zero-waste-Technik für Studierende, Unternehmen und Designteams.
Produkttransparenz
Auf der Website beschreibt die Marke jede einzelne Komponente ihrer Kleidungsstücke: von der Baumwolle über das Gummiband bis zum Pflegeetikett, jeweils mit Herkunftsland und Zertifizierung. Der Verschnitt jedes Designs wird ebenso dokumentiert.
Prozesstransparenz
Die Marke benennt ihre Partnerwerkstätten in und um Berlin und beschreibt die Verarbeitungsschritte pro Material. Für den Hosenanzug liegen extern berechnete Umweltdaten von Made2Flow (2021) vor.
Zusammenfassung
Natascha von Hirschhausen zeigt, dass Abfallvermeidung im Design beginnt: zero-waste-Schnitte und eine lokale Fertigung in Berlin machen das Label zu einem Vorreiter für durchdachte Slow Fashion. Ob zeitloser Hosenanzug, Strickteile aus Walkwolle oder vielseitige Basics: Hier findest du Kleidung, die lange Freude bereitet. Entdecke die Kollektion unten auf der COSH!-Karte.