Produktionsorte
Die Marke gibt an, in 7 Ländern zu produzieren.
- Türkei
- Ukraine
- Portugal
- Die anderen 3 Länder nennt KOI nicht öffentlich.
Arbeitsbedingungen & Löhne
Die Marke sagt, dass sie mit wenigen Lieferanten und langfristigen Partnerschaften arbeitet. Das soll ihr einen echten Einblick in die Arbeitsbedingungen geben und mehr Einfluss, um Verbesserungen einzufordern.
KOI bevorzugt laut Website BSCI-geprüfte Partner. BSCI ist ein Audit-System der Organisation amfori, aber kein Siegel für faire Löhne.
Materialien
- Bio-Baumwolle (zum Teil OCS-zertifiziert)
- Baumwolle
- Recycelte Baumwolle aus Pre- und Post-Consumer-Abfällen (GRS-zertifiziert)
- Regenerative Baumwolle
- Leinen
- TENCEL™
- Recyceltes Polyester
- Recycelte Wolle
- Bio-Wolle
- Elasthan
- Jacron für das Backpatch (papierbasiert, ohne Leder)
- Corozo-Knöpfe aus Steinnuss
- Metallknöpfe
- Nieten
Bei KOI kommt das Material laut eigener Aussage vor dem Design. Die Marke hat eine Materialhierarchie: Ganz oben steht Post-Consumer-recycelte Baumwolle, also Baumwolle aus getragener Kleidung. Danach folgen recycelte Cellulose, Post-Industrial-recycelte Baumwolle (aus Produktionsresten) und zertifizierte Bio-Baumwolle. Konventionelle Baumwolle nutzt KOI nur, wenn nichts anderes machbar ist.
Laut Marke besteht mehr als 90% der Kollektion aus Naturfasern.
Für 2024 nennt KOI 75 % Bio-Fasern und 16 % recycelte Fasern.
Verpackung
- Laut Marke werden Denim-Produkte ohne Verpackung verschickt. Alle anderen Produkte kommen in Polybeuteln aus 100 % recyceltem und potenziell recycelbarem Material.
- Kings of Indigo gibt nicht an, welche Versandkartons im Onlineshop genutzt werden und wie in der Lieferkette verpackt wird.
Wasserverbrauch & Chemikalien
Im Verhaltenskodex steht, dass Lieferanten ihren Wasserverbrauch überwachen und Abwasser aufbereiten müssen.
Für Chemikalien gibt es eine Restricted Substances List. Zwei schädliche Verfahren sind laut KOI verboten: Chlorbleiche und das Sprühen mit Kaliumpermanganat. Letzteres wird oft für den “Used Look” genutzt und gilt als gesundheitsschädlich für Arbeiter:innen.
Außerdem nennt KOI den EIM Score. Das ist ein Bewertungstool des Unternehmens Jeanologia, das den Wasser‑, Energie- und Chemikalienverbrauch beim Waschen von Denim bewertet. Es ist kein unabhängiges Zertifikat.
Es fehlen konkrete Zahlen zum Wasserverbrauch und EIM-Ergebnisse pro Produkt.
Zirkuläres Produktdesign
Wo möglich setzt die Marke auf Mono-Materialien. Das soll das Recycling erleichtern.
Mit Reborn Denim nutzt KOI Fasern aus alter Kleidung.
Laut eigener Aussage legt KOI großen Wert auf Langlebigkeit in der Verarbeitung: dichte, gleichmäßige Nähte, Verstärkungen an stark beanspruchten Stellen wie Schritt, Taschen und Bund sowie Metallknöpfe und Nieten an Belastungspunkten. Eine solide Konstruktion wie diese erleichtert in der Regel auch spätere Reparaturen.
Zirkuläres Businessmodell
Auf jede Jeans gibt KOI eine 3‑Jahres-Reparaturgarantie.
So funktioniert es: Du lässt dein Teil bei einer Schneiderei deiner Wahl reparieren und schickst Fotos, Kaufbeleg und Rechnung an KOI. Die Marke erstattet dir bis zu 20 € pro Reparatur. Das reicht für kleine Reparaturen. Ist eine Reparatur nicht möglich, bekommst du laut Marke einen Ersatzartikel oder einen Gutschein.
KOI behauptet, dass Weitertragen die Umweltbelastung eines Teils “um bis zu 70-Fache” senken kann. Wenn du ein Teil nicht mehr tragen willst, empfiehlt KOI dir, es zu spenden oder in einen Textilcontainer zu bringen.
Distanz & Komplexität der Lieferkette
- Produktionsorte: laut Marke 7 Länder, bekannt ist nur Türkei, Portugal, Ukraine
- Hauptsitz: Amsterdam, Niederlande, mit eigenem Store.
- Das Lager ist in Apeldoorn, Niederlande.
Transport
- Transport in der Lieferkette: Kings of Indigo gibt nicht an, wie die Waren von der Produktion ins Lager kommen.
- Transport im E‑Commerce: Die Pakete werden über lokale Versanddienstleister verschickt.
- recycelte Wolle
- Bio-Wolle
- Herkunft: Woher die Wolle kommt, kommuniziert die Marke nicht.
Laut KOI sind alle Jeans seit 2019 vegan.
Laut KOI sind Mulesing, Lebendrupfen, Zwangsfütterung und Materialien von bedrohten Tierarten nicht akzeptiert.
Produktdesign
Im Manifest heißt es: “Wir designen nicht für Saisons. Wir designen für den Gebrauch.” KOI setzt auf weniger, aber bessere Teile, inspiriert von Workwear. Entdecke Jeans, Cordhosen, Tops, Röcke, Jumpsuits, Strick und Jacken für Damen und Herren.
Mit dem Care Guide unterstützt KOI dabei, die Kleidung so zu pflegen, dass sie möglichst lange hält.
Slow-Fashion-Prozesse
Laut eigener Aussage setzt KOI auf weniger Kollektionen, eine reduzierte Anzahl an Styles und eine strenge Qualitätskontrolle. Zudem arbeitet die Marke nach eigenen Angaben daran, ihre Kollektionen weiter zu vereinfachen. Gleichzeitig zeigt die Website, dass KOI weiterhin mit saisonalen Kollektionen arbeitet und regelmäßig Neuheiten veröffentlicht. Darüber hinaus nimmt die Marke an Sale-Aktionen teil.
Transparenz des Produktes
Hier punktet KOI. Auf vielen Produktseiten finden Kund:innen das Produktionsland, den Namen der Fabrik, die Artikelnummer, die Materialzusammensetzung und die Pflegehinweise.
Mit dem Tex.Tracer QR-Code auf dem Etikett können Kund:innen die Teile von der Faser bis zum fertigen Produkt verfolgen.
Transparenz des Prozesses
KOI veröffentlicht seinen Verhaltenskodex sowie eine Fortschrittsseite, auf der die Marke offen benennt, wo sie noch Verbesserungsbedarf sieht.
Positiv in puncto Transparenz ist die Zusammenarbeit mit Tex.Tracer: Über den QR-Code auf dem Etikett lässt sich der Weg eines Kleidungsstücks von der Faser bis zum fertigen Produkt nachverfolgen. Diese Rückverfolgbarkeit ist allerdings noch nicht für alle Produkte verfügbar.
Eine vollständige Lieferantenliste stellt die Marke bislang nicht öffentlich zur Verfügung.
Zusammenfassung
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