Melanie „Mel“ Schmitz hat Modedesign studiert und sich bei Esprit bis zur Senior Designerin hochgearbeitet. Dann kamen Jeans für 9,90 €, und für sie war Schluss. Am 19. Juli 2009 veranstaltete sie ohne Budget den ersten Weiberkram-Flohmarkt, in einem 200 m² großen Künstleratelier in Wuppertal. Siebzehn Jahre später organisiert ihr Team Vintage- und Second-Hand-Modeflohmärkte in ganz Nordrhein-Westfalen.
Der Name ist mit einem Augenzwinkern gemeint, und Mels Idee war einfach: ein richtiger Flohmarkt für Gleichgesinnte, ohne verstaubte Ramschtische. Stöbern dürfen alle, egal welches Geschlecht. Dich erwarten Kleidung, Schuhe, Schmuck und Accessoires von privaten Verkäufer*innen, von selten getragenen Lieblingsteilen und Schrankhütern bis zu Vintage-Stücken und kleinen DIY-Projekten. Der Fehlkauf von heute ist der Lieblingsfund von morgen. Das Team legt die Messlatte hoch: Alles muss gewaschen sein, Fälschungen und neue Pelzware sind verboten, und reine 1-€-Stände gibt es nicht. Zu Spitzenzeiten fand der Weiberkram in 18 deutschen und drei niederländischen Städten statt. Heute liegt der Schwerpunkt auf NRW, vom RheinRiff in Düsseldorf über Neuss und Paderborn bis nach Herford, und der Kalender wächst wieder. Neben dem klassischen Weiberkram lohnt sich ein Blick auf den Kinderkram für Kindersachen, einen eigenen Plus-Size-Markt und das NachtYard-Format.
Du suchst einen Second-Hand-Modeflohmarkt in NRW? Der Eintritt kostet meist 5 €, Kinder bis 12 Jahre sind frei, und damit werden Personal, Miete für die Location und Organisation bezahlt. Die Türen öffnen meist um 11 Uhr, Schluss ist um 16 oder 17 Uhr. Anstehen zur Öffnung musst du nicht: Laut Team gibt es die besten Schnäppchen oft kurz vor Schluss, wenn niemand die Sachen wieder mit nach Hause schleppen will. Foodtrucks, Drinks und DJs machen aus einem kurzen Stöbern einen richtig schönen Nachmittag. Lust auf einen eigenen Stand? Verkäufer*innen bewerben sich online und mieten ihren Platz pro Meter. Sei aber schnell: Das Team muss mindestens zwei von drei Bewerbungen absagen, weil viele Märkte schon Wochen vorher ausgebucht sind. Dekorieren lohnt sich übrigens auch, denn auf jedem Markt wird der schönste Stand gekürt. Entdecke die nächsten Termine in deiner Stadt im Weiberkram-Kalender.