Tina Steinke kam eigentlich aus dem Verlagswesen, bis Kolleg*innen immer wieder eher ihren Look kommentierten als ihre Texte. Aus diesem Gespür für Farben, Muster und ungewöhnliche Kombinationen entstand Kleiderordnung, die Personal-Styling-Praxis, die sie heute von Berlin aus führt. Sie ließ sich zur Personal Stylistin weiterbilden und arbeitet mit Menschen jeden Geschlechts und jeden Alters, von der Vorbereitung auf den ersten Panel-Talk bis zum Start in einen neuen Job oder eine neue Position. Ihr Ansatz beruht auf einer einfachen Idee: Guter Stil entsteht nicht durch das Nachahmen von Trends, sondern durch ein tiefes Verständnis für sich selbst und für das, was bereits im eigenen Kleiderschrank hängt.
Die meisten Termine beginnen deshalb nicht mit einer Einkaufsliste, sondern mit dem Kleiderschrank selbst. Tina Steinke bietet persönliche Stilberatung und eine vollständige Kleiderschrankanalyse an und entwickelt Capsule Wardrobes und Signature Looks aus bereits vorhandenen Stücken. Dabei machen Accessoires oft den entscheidenden Unterschied, um aus einem vertrauten Outfit etwas Persönlicheres zu gestalten. Erst wenn wirklich etwas fehlt, empfiehlt sie Modelabels, die sie auf faire, transparente Produktion hin geprüft hat, ausgewählte Secondhand- und Vintage-Adressen sowie unabhängige Berliner Labels, lokal wie online. Als Teil des Sustainable-Stylists-Netzwerks, eines Zusammenschlusses unabhängiger Stylist*innen, die sich dem Styling aus dem vorhandenen Kleiderschrank statt zu neuem Konsum verschrieben haben, versteht sie Vintage- und Secondhandstücke nicht als Notlösung, sondern als Quelle für gut verarbeitete, einzigartige Kleidung: Stücke aus der Zeit vor der Fast Fashion waren meist so gemacht, dass man sie reparieren und über Jahre tragen konnte, statt sie nach einer Saison zu ersetzen. Es geht dabei nicht darum, nur der Sache wegen weniger zu besitzen. Es geht darum, das Vorhandene mehr zu tragen und ihm mehr Bedeutung zu geben, egal ob es sich um einen Mantel handelt, der Jahre halten soll, oder um ein Flohmarktstück, das einfach passt.
Ein erstes Gespräch dreht sich meist um Ziele und Frustrationen, gefolgt von Fotos des geöffneten Kleiderschranks, der Lieblingsstücke und der Stücke, die einfach nie funktionieren. Darauf aufbauend entwickelt Tina Steinke neue Kombinationen, schließt echte Lücken und begleitet Kund:innen auf Wunsch persönlich beim Einkauf der noch fehlenden Teile. Für berufliche Garderoben stylt sie außerdem für Präsentationen, Vorstandssitzungen und andere entscheidende Momente, denn ein durchdachtes Outfit kann das Selbstbewusstsein und den Auftritt im Berufsalltag spürbar stärken. Termine finden in und um Berlin statt und lassen sich direkt über ein kurzes Kennenlerngespräch buchen. Ein Detail sagt dabei mehr über ihre Arbeitsweise aus als jede Markenliste: In ihrem eigenen Kleiderschrank liegen bis heute Glitzersöckchen, an denen sie garantiert nichts umstylen wird.